FBG Serkenrode - Holzmarkt

 
    

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Die gute Nachfrage nach allen Energieholzsortimenten ist ungebrochen. Zunehmend weichen Brennholzkunden aus Mangel an Hartlaubholz (insbesondere Buche) auf Weichlaubholz oder Nadelholz aus. Meterware Hartholz erzielt frei Waldweg 35–40, Weichholz 25–28 €/Rm m.R.; Langholz/Abschnitte kommen frei Waldweg bei Hartholz auf 52–60, bei Weichholz auf 35–42 €/Fm o.R. Ofenfertig (33 cm) werden für Hartholz 65–80, für Weichholz 42–50 €/SRm m.R. gezahlt.

 

Co-Firing: Rohholzpotenziale werden überschätzt

„Wir haben nicht genug Holz in Deutschland, um es in Kohlekraftwerken zu verbrennen“, so Lars Schmidt, Vizepräsident des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD). Schmidt widerspricht damit einer im August 2011 vorgestellten Studie der DENA (Deutsche Energie Agentur GmbH) zum sogenannten Co-Firing, dem Zufeuern von fester Biomasse in Kohlekraftwerken.

Laut der DENA-Studie könnten bis zu 50 % holzhaltige Biomasse in Steinkohlekraftwerken eingesetzt werden. Aber vor allem für Deutschland und auch Europa geht die DENA dabei nach Ansicht des BSHD von veralteten Holzaufkommensprognosen aus: In der aktuellen EuWood-Studie weist Prof. Dr. Udo Mantau von der Universität Hamburg aufgrund der schnell wachsenden Rohholznachfrage insbesondere aus der Energiewirtschaft auf eine bevorstehende Deckungslücke bei der Holzversorgung hin: Bereits ab 2013 könnte das Holzangebot die Nachfrage nicht mehr decken. Für 2030 droht in Europa selbst in den positiven Szenarien der EuWood-Studie eine "Holzlücke" von mindestens 150 Mio. m³. Das ist rund das Doppelte des jährlichen Holzeinschlags in Deutschland, so Schmidt weiter.

Der BSHD befürchtet, dass durch die verstärkte energetische Nutzung auch von eigentlich stofflich verwertbaren Sortimenten der Säge- und Holzindustrie nicht mehr genug Holz zur Verfügung stehen könnte. Hinzu kommen überzogene Nutzungsrestriktionen und die geplante Ausweisung weitere Großschutzgebiete in erheblichem Umfang ohne naturschutzfachlich stichhaltige Begründung. Unter diesen Voraussetzungen könnte nach Ansicht des BSHD das Holzaufkommen in Deutschland sogar sinken: „Wie sehen es daher sehr kritisch, wenn mit nicht ausreichend belastbaren Zahlen insbesondere gegenüber der Politik kommuniziert wird. Mit einer unrealistischen Einschätzung der Rohholzverfügbarkeit ist zudem auch der Energiewirtschaft nicht geholfen.“

Laut DENA soll zwar ein Großteil des Bedarfs der Kohlekraftwerke durch den Import von Industriepellets aus Übersee sichergestellt werden. „Was aber, wenn die Importe ausbleiben, beispielsweise weil die Lieferländer den wertvollen Rohstoff selbst zur Energieerzeugung nutzen wollen?“, äußert Schmidt bedenken zu den sehr optimistischen Plänen. Dann müsste nach Ansicht des BSHD die Versorgung der Kohlekraftwerke doch überwiegend aus den europäischen Wäldern erfolgen und die ohnehin angespannte Versorgungssituation der einheimischen Säge- und Holzindustrie noch weiter verschärfen.

„Dabei sprechen zahlreiche Argumente für die stoffliche Nutzung von hochwertigen Rundholzsortimenten“ begründet Schmidt. So wird beispielsweise der Atmosphäre durch die Verwendung in langlebigen Holzprodukten durch Speicher- und Substitutionseffekte deutlich mehr klimaschädliches  CO2 entzogen als durch die lediglich CO2-neutrale thermische Verwertung. In den Werken der Säge- und Holzindustrie werden zudem bei gleichem Holzverbrauch 5- bis 10-mal mehr Arbeitnehmer beschäftigt als in den Biomassekraftwerken der Energieversorger und die Wertschöpfung liegt 4- bis 9-mal höher.

 

Der BSHD appelliert daher sowohl an Politik als auch an die Energieversorger, die tatsächliche Rohholzverfügbarkeit in Deutschland und Europa realistisch einzuschätzen und die ohnehin angespannte Versorgungssituation aller Rohholzverbraucher, energetisch wie stofflich, nicht noch zusätzlich zu verschärfen. Zudem sollten vor allem auch die Potenziale im Bereich Biomasse, Grünschnitt und Pflegegehölze aber auch Altholz noch besser ausgeschöpft werden, um den Rundholzmarkt weiter zu entlasten.

 


Liebe Waldbauern,

für deutsche Waldbesitzer wurde ein Meldenetz für eine geschlossene Benutzergruppe eingerichtet. Hier teilen registrierten Betriebe ihre aktuellen Holzverkäufe und Markteinschätzungen mit. Im Gegenzug werden den Meldebetrieben monatlich aggregierte Informationen aus diesem geschlossenen Benutzerkreis in anonymisierter Form wieder zur Verfügung gestellt.

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Brennholz aus heimischen Wäldern.

Einen Überblick über das Brennholzangebot der privaten Holzbesitzer in NRW gibt die nach Postleitzahlen geordnete Brennholzbroschüre des Walldbauernverbandes NRW e.V. Sie enthält 450 Bezugsadressen.

Die Broschüre können Sie unter folgender Adresse anfordern:

Waldbauernverband NRW e.V. Kappeler Str.227
40559 Düsseldorf
Tel.0221/1799835
Fax: 0211/1799834
E.-Mail: info@waldbauernverband.de

Auch in unserer FBG gibt es Waldbauern, die Brennholz für Sie bereit halten. Vielleicht ergibt sich auf diesem Weg ein persönlicher Kontakt zu einem Waldbauern oder zu unserem Förster. Dies würde dazu beitragen, dass die Zahl der Freunde des Waldes wächst.

Holzsortierung / Holzsortiment

Als Sortierung bezeichnet man die Einteilung eines Baumes in vordefinierte, marktfähige Sortimente. Je nach Holzart und Verwendungszweck kommen andere Sortierungsmöglichkeiten zum Einsatz. Grundlage für eine einheitliche Rohholzsortierung ist das „Gesetz über gesetzliche Handelsklassen für Rohholz“ vom 25. Februar 1969 (BGBl. I S. 149). Die Verwendung der Handelsklassensortierung ist den einzelnen Bundesländern freigestellt. Sie hat sich jedoch allgemein eingebürgert und ist daher zur Erzielung marküblicher Preise zu empfehlen.

Als Rohholz wird in der Forstwirtschaft das geerntete und für den Verkauf angebotene Holz bezeichnet. Die Stämme sind gefällt, entwipfelt, geastet.

Die Handelsklassensortierung für Rohholz (HKS) erlaubt die Sortierung des Holzes nach folgenden Kriterien:

- Nach dem Durchmesser (sog. Stärkesortierung)
- Nach der Güte (sog. Gütesortierung)
- Nach dem besonderen Verwendungszweck

Stärkesortierung für Langholz

Von Langholz spricht man, wenn die Stämme auf bestimmte Längen geschnitten (gelängt) und vermessen worden sind. Langholz steht für Stücke über 5 oder 6 Meter

Klasse

Mittendurchmesser (o. Rinde)

L 0

unter 10 cm

L 1a

10 - 14 cm

L 1b

15 - 19 cm

L 2a

20 - 24 cm

L 2b

25 - 29 cm

L 3a

30 - 34 cm

L 3b

35 - 39 cm

L 4

40 - 49 cm

L 5

50 - 59 cm

L 6

60 cm und mehr

Der Mittendurchmesser ist der Durchmesser des liegenden und getrennten Baumstammes, der genau in der Mitte des Baumstammes gemessen wird.

Gütesortierung

Ein fehlerloser Stamm ist deutlich mehr wert, als ein Stamm mit vielen Ästen oder Faulstellen. Daher wird Rohholz zusätzlich nach Güteklassen sortiert. Die Gütesortierung wird bundesweit bei Laub- und Nadelstammholz angewendet.

Güteklasse

Beschreibung der Güte

A

Gesundes Holz mit ausgezeichneten Eigenschaften (keine Äste, keine Faulstellen etc.), mögliche Verwendung als Furnierholz

B

Holz mit normaler Qualität (wenige Äste, geringe Krümmung etc.); Verwendung als typisches Bauholz

C

Holz, das aufgrund zahlreicher Fehler noch gewerblich genutzt werden kann (viele/starke Äste, Fäule etc.); teilweise noch als Bauholz verwendbar.

D

Holz, das aufgrund der Fehler schlechter als A-C ist, aber noch zu min. 40% gewerblich genutzt werden kann.

Sortierung nach dem besonderen Verwendungszweck

Schwellenholz
Holz für die Herstellung von Eisenbahnschwellen.

Industrieholz
Roholz, das mechanisch oder chemisch aufgeschlossen werden soll, wird in folgende Güteklassen eingeteilt:

IN: gesundes, nicht grobastiges Holz ohne starke Krümmung
IF: leicht brüchiges, grobastiges oder krummes Holz
IK: Stark brüchiges Holz, jedoch gewerblich verwendbar

Papierholz
Darunter fällt frisches, geradschaftiges, gesundes und nicht grobastiges Fichtenholz. Papierholz wird der Regel zu 2 m aufgeschlossen und nicht entrindet. Der Stammdurchmesser kann zwischen 8 – 30 cm betragen. Das eingeschlagene Holz sollte nicht älter als 8 Wochen sein.

Spannholz
Darunter fällt leicht anbrüchiges, grobastiges oder krummes Laub- und Nadelholz.
Es dient zur Zellstoff- und Spanplattenherstellung. Frisches, trockenes und aufgespaltenes Holz ist verwendbar. Ab 20 cm Mittendurchmesser muß das Holz gespalten werden.

 Heilbronner Sortierung

Die Heilbronner Sortierung wird bei Langholz von Fichte, Tanne und Douglasie in Bayern und Rheinland-Pfalz angewendet. Das Stammholz (Stämme und Stammteile) wird auf ganze Meter abgelängt und nach Mindestlänge und Mindestzopfdurchmesser ohne Rinde, gemessen bei der vorgeschriebenen Mindestlänge, in Stärkeklassen eingeteilt. Es wird zwar bei der Heilbronner Sortierung auf die Gütesortierung verzichtet, jedoch müssen bestimmte Gütemerkmale gegeben sein: Das Holz muss von geringen Fehlern abgesehen, gesund und nicht zu stark abholzig, nicht zu stark ringschälig oder drehwüchsig sein. Weiterhin soll die untere Stammhälfte nicht mit zahlreichen groben oder auf den ganzen Stammumfang verteilten Durchfallästen versehen sein.

Klasse

Mindestlänge

Mindestzopfdurchmesser (o.Rinde)

H 1

8 m

10 cm

H 2

10 m

12 cm

H 3

14 m

14 cm

H 4

16 m

17 cm

H 5

18 m

22 cm

H 6

18 m

30 cm

Als Zopfdurchmesser wird der Durchmesser am untersten Ende des liegenden Baumstammes bezeichnet.    

Festmeter, Raummeter, Schüttraummeter & Co.

Schichtraummeter 1m-Scheite

Schichtraummeter 1m-Scheite

Für Holz gibt es verschiedene Mengenangaben, die für jeden Anwendungsbereich ihre Berechtigung haben, aber häufig zu Missverständnissen führen. Deshalb nun eine kurze Definition der wichtigsten Raummaße im Umgang mit Holz:

Die verschiedenen Raummaße

Waldbesitzer, Holzhändler und Förster denken in Festmetern:

Speziell im Holzhandel mit sog. Rohholz werden weitere Abkürzungen verwendet:

Beim Handel mit Brennholz sind Raummeter/Ster und Schüttraummeter die gebräuchlichsten Maßeinheiten:

Umrechnungstabelle der Raummaße

Lesebeispiel: ein Schüttraummeter (Srm) mit 33cm- Buchenscheiten entspricht 0,42 Festmetern (Fm). Ordentlich aufgestapelt nimmt ein Schüttraummeter nur noch 0,68 Raummeter (Rm) ein. Der Holzanteil im Inhalt eines Raummeters ist von der Stückgröße und -form, sowie der Sorgfalt beim Aufsetzen abhängig und kann somit schwanken. Die Umrechnungszahlen beziehen sich auf Buchenholz.

 

Festmeter (Fm)

Raummeter (Rm) geschichtete Scheite 33cm

Schüttraummeter (Srm) lose Scheite 33cm

1Fm

1,00

1,61

2,38

1Rm Scheite 33cm

0,62

1,00

1,48

1Rm Scheite 1m

0,50

0,81

1,20

1Srm

0,42

0,68

1,00